neuraxFoundation verschenkt mit kostenlosem Assistenzhund tierische Unterstützung für Patienten

In 2022 setzt die neuraxFoundation gGmbH mit ihrem Engagement neuraxPro ein ganz besonderes Projekt im Bereich der Epilepsie um. Zusammen mit dem Deutschen Assistenzhunde-Zentrum T.A.R.S.Q.® (DAZ) dürfen wir die Ausbildung eines Epilepsiewarnhundes begleiten. Die damit verbundenen Kosten von ca. 15.000 € werden von der neuraxFoundation gGmbH übernommen. Im Anschluss an die Ausbildung wird ein Kind den Hund erhalten können, das zwischen 6 und 14 Jahren alt und von fokaler Epilepsie betroffen ist.

Aber was unterscheidet Warnhunde von anderen Hunden?

Ein Epilepsiewarnhund ist ein ausgebildeter Assistenzhund, der seinen Besitzer mit Epilepsie frühzeitig vor einem fokalen Anfall warnt. In der Regel hat der Hund zuvor eine zweijährige Ausbildung durchlaufen und wird durch eine Abschlussprüfung zu einem anerkanntem Assistenzhund.  Zwischen 1 und 20 Minuten vor einem fokalen Anfall bemerkt der Hund, dass der Anfall naht und macht seinen Besitzer oder seine Eltern darauf aufmerksam. Das ermöglicht dem Menschen mit Epilepsie sich rechtzeitig hinzulegen, um Stürze zu verhindern oder falls möglich ein Notfallmedikament einzunehmen. Auch nachts kann der Hund lernen, die Eltern zu wecken, wenn ein Anfall droht. Ein Assistenzhund kann einen Anfall nicht vollständig verhindern, verhilft betroffenen Kindern aber zu mehr Sicherheit und Selbstständigkeit, beugt Verletzungen vor und kann im Ernstfall sogar Leben retten.

Die Ausbildung der Hunde durch einen Partner der DAZ hat bereits begonnen. Aktuell befinden sich drei Welpen in der Grundausbildung, die insgesamt 12 Monate andauert. Erst im Anschluss an die Grundausbildung kann entschieden werden, ob die Hunde die Fähigkeiten besitzen, den Titel eines anerkannten „Assistenzhundes“ zu tragen. Anschließend geht es weiter mit der Spezialausbildung, die auch bis zu 12 Monate andauern kann. Während der Spezialausbildung trifft das Kind zum ersten Mal auf den Hund. Ziel des sogenannten Matchings ist es, mithilfe des Hundetrainers herauszufinden, welcher Hund am besten zu den Bedürfnissen des betroffenen Kindes passt.

Hintergründe zum Bewerbungsablauf:

Epilepsiewarnhunde können nicht für jede Epilepsieform eingesetzt werden. Es ist notwendig, dass die behandelnden Fachärzte beurteilen, ob ein Assistenzhund für das Kind in Frage kommt. Sie sollen neben der Attestierung der Epilepsieform auch einschätzen, ob sich das Kind emotional auf eine enge Beziehung mit einem Hund einlassen könnte. Des Weiteren werden die Experten des DAZ weitere Voraussetzungen der Bewerber und Rahmenbedingungen prüfen, um sicherzustellen, dass sowohl der Hund als auch sein zukünftiges Herrchen voneinander profitieren.

Am 10. Juni 2022 endete die Bewerbungsfrist für die Übernahme der Ausbildungskosten eines Epilepsie-Warnhundes für ein betroffenes Kind. Die letzten Bewerbungen wurden gesichtet, Voraussetzungen geprüft und Unklarheiten beseitigt.

Zwei Jungen im Altern von 7 und 11 Jahren haben alle notwendigen Voraussetzungen erfüllt und befinden sich nun in der letzten Runde, in der der Fairness halber das Los entscheiden wird.

Bekanntgabe:

Am 15. August 2022 um 14:30 Uhr erfolgt die Bekanntgabe des Kindes, das schon bald den ausgebildeten Assistenzhund als neues Familienmitglied und Alltagshelfer begrüßen darf. Geschäftsführer der neuraxFoundation, Dr. Maximilian von Wülfing erhält die Ehre einen der beiden Umschläge auszuwählen und den Namen des Kindes bekannt zu geben.

Das Video wird auf den Social Media Kanälen der neuraxFoundation veröffentlicht (YouTube, Facebook und Instagram).

Anfang Oktober wird der neue junge Hundebesitzer in ein Trainingscamp fahren und die ausgebildeten Warnhunde kennenlernen. Die Hundetrainer werden schauen, welcher Hund am besten zu den Bedürfnissen des Kindes und den Ansprüchen der Familie passt. Dann beginnt die Einarbeitungsphase, bei der das Zusammenspiel zwischen Hund und Kind trainiert wird. Im Anschluss kann die Familie das Tier mit nach Hause nehmen und sich im vertrauten Umfeld auf die Prüfung zum anerkannten Assistenzhund vorbereiten. In dieser Zeit stehen die Trainer des Deutschen Assistenzhunde-Zentrums T.A.R.S.Q.® der Familie unterstützend zur Seite.

 

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© Pressefoto Deutsches Assistenzhunde-Zentrum T.A.R.S.Q.®